Mittwoch, 26. Oktober 2011

Das neue Design von Blogger.com als Initialzündung?

Vielleicht doch mal wieder jenseits unserer Urlaube diesen Blog zu befüllen?
Irgendwann gab es dann halt twitter und das Schnelle Unkomplizierte sagte mir dann doch mehr zu als die langen, korrekturgelesenen und formatierten Beiträge im Blog. Aber warum nicht Beides noch einmal parallel versuchen. Die möglicherweise kommende - und hoffentlich auch gelungende Integration - in google + macht es ja ggf auch noch ein wenig einfacher.
Außerdem will man dann ja doch vorbereitet sein wenn Apple twitter einkauft :-)
Jedenfalls wird im kommenden Winter ein neuer Versuch gestartet, bitte bei Rechtschreibung und Formatierung um Nachsicht da wohl vorwiegend das kleine Nexus im Einsatz sein wird.

Montag, 7. Juni 2010

Nach 3 bisher gefahrenen Marathons und auch dieses Jahr schon gefahrenen 160km hab ich den Marathon  etwas auf die leichte Schulter genommen und die einzige Vorbereitung war, sich in der Woche vorher nicht nochmal irgendwo kaputt zu fahren, wird schon irgendwie klappen, dachte ich mir, für diese laxe Einstellung habe ich dann ordentlich gelitten ;-)

Im Vorfeld mit Sunman und Timo festgestellt, dass die eher auf die kleineren Runden (150km) aus waren ging es also um 7Uhr alleine. Das ich am Abend vorher doch leicht versackt war war auch nicht gerade förderlich, aber 5h Schlaf müssen manchmal reichen und so nahm ich die 10km Anreise unter die Räder.

Dort angekommen wie auch in den letzten Jahren den organisatorischen Kram schnell erledigt, die Rodenkirchener sind da erfreulich gut drin, und auf gehts.

Vom Start weg geht es Richtung Eifel eigentlich immer leicht bergauf, nicht das es weh tun würde, aber auch nicht so, dass man richtig Gas geben würde. Es sei denn man hängt sich an eine Gruppe, so wie ich es tat und fährt bald im Pulk von etwa 25Fahrern. Die Jungs sind eindeutig zu schnell für mich, aber erstmal dran bleiben und hoffen, dass man den richtigen Moment findet um sich entspannt ins eigene Tempo zu ergeben.

Den ersten Verpflegungspunkt ignorieren wir und rollen weiter, nach 1:45h geht es in den ersten richtigen Anstieg hoch nach Todenfeld. Zu dem Zeitpunkt sind 52 km gerollt und der knapp 30er Schnitt ist ordentlich. Nicht nur ich, ein paar andere entschließen sich auch rauszunehmen, es bildet sich aber keine Gruppe sondern jeder fährt sein Tempo.

Nach ein paar kleinere Abfahrten geht es direkt in den nächsten Anstieg weiter hoch nach Michelsberg, noch bin ich guter Dinge, merke aber, dass ich die beiden kleinsten Kränze nicht schalten kann und mein try and error Rumgeschraube bringen mich auch nicht weiter. Aber egal, die Sonne scheint, die Anzahl der Autos hält sich für Eifelverhältnisse in Grenzen und ich bin flott unterwegs.

Bei einer längere Abfahrt freu ich mich den Zeitfahraufsatz montiert zu haben, nicht unbedingt um aerodynamischer zu sein, vielmehr um sich mal entspannt aufs Rad zu legen und die Handgelenke zu entlasten. Kann ich jedem nur empfehlen, der so etwas mal vorhat.

In Schuld angekommen erinnere ich mich an den bösen Anstieg und mir kommt wieder in den Sinn, dass die beiden fehlenden Kränze mir noch gehörig den Tag versauen könnten, aber man will ja nicht rumheulen und irgendwie finde ich einen entspannten Tritt der vielleicht nicht der Schnellste ist, aber mich auch nicht kaputt macht. An den Schulder Passionsfestspielen wo man dieses Jahr nicht wen ans Kreuz nagelt sondern lieber Wikkie und die starken Männer spielt geht es stetig bergauf und 320HM später frage ich mich immer noch, ob die Besetzung bei beiden Stücken wohl die Gleiche ist?  

Oben habe rund 100km in den Beinen, ziemlich genau 4h an Zeit verbraucht und bin noch recht glücklich. Halbzeit etwa.

Direkt nach der Abfahrt geht es bei Adenau in den Anstieg zu hohen Acht hoch. In Adenau ist die Anzahl der jungen Tätowierten erstaunlich hoch - Rock am Ring ist direkt um die Ecke.

Wiederum etwa 300Hm auf bestem Asphalt die sich schön rollen lassen. Langsam fange ich an, eine beiden fehlenden kleinsten Gänge zu vermissen und wünsche mir eine kalte Cola um auch mal was mit Kohlensäure zu trinken zu haben. Hitze von oben, Motorradfahrer und Raser neben einem, schade eigentlich weil dies ein richtig schöner Anstieg ist.

Nach der hohen Acht lasse ich rollen und liege minutenlang auf dem Zeitfahrlenker um durchzuatmen und die Gelenke zu schonen. Bei Kontrolle 4 stelle ich fest, dass ich für die letzten 30km ziemlich genau 90min gebraucht habe und die ersten Ermüdungserscheinungen kommen durch. Rettung naht in Form von Timo, der sich zwischendurch mit mir per SMS verständigt hat und bei K5 auf mich warten will.

Meine Prognose die laut Kontrollstellenmenschen etwas weniger als 30km in etwa 75min zu schaffen verfluche ich wenig später schon. Der Anstieg von Ahrbrück hoch nach Lind hat nur 250Hm, aber als ich mit einem Puls von über 160 und leider etwas weniger als 8km/h dort hochkurbele, kommt mir die Werbung für ein Bergzeitfahren an gleicher Stelle wie ein dummer Witz des Schicksals vor. Vergessen hatte ich natürlich auch, dass zwischen K4 und K5 nicht ein, sondern 2 Anstiege waren, was meine Ankunftszeitprognose immer unrealistischer werden lies.

Wieder 90min für 30km hatte ich dann also 60km in 3h geschafft. Mittelschwer begeistert war ich, leicht angeschlagen mittlerweile und 7h im Sattel. Zu keinem Zeitpunkt hätte ich Hilfe besser gebrauchen können und Timo durchschaute meinen Zustand sofort und machte sich ordentlich lustig was die ganze Sache etwas auflockerte...

Wieder aufs Rad sollte es die nächsten 75km leicht abfallend nach Hause gehen, ab und an ein kleiner Hügel aber nichts weltbewegendes mehr, so dachten wir.

Langsam machen sich meine Oberschenkel bemerkbar und ich muss ausgerechnet an den Trainer denken, den ich wegen seiner Krämpfe 2008 in FFm verlacht hatte. Die Rache kommt spät, aber sie kommt. Nach kurzem Stopp geht es vorsichtig weiter. Mittlerweile hänge ich nur noch am Hinterrad und passend zu meiner körperlichen Verfassung wird es immer dunkler am Himmel.

Mit einem Mal fängt es an zu schütten und ordentliche Böe schütteln uns durch. Da wir immer wieder die Richtung wechseln haben wir nie beständig Wind immer wieder blöst es voll ins Gesicht und Timo lässt sich seine gute Laune nicht verderben und singt im fröhlichsten Verhulststil Lieder und man merk ihn kein bisschen an, dass er auch schon 100km in den Beinen hat. Als wir mitten zwischen 2 Feldern bei schlimmsten Regengeschütte nochmal anhalten müssen, weil meine Oberschenkel wieder krampfen bekomme ich nur “Haste dir ein malerische Flecken Acker ausgesucht”


Ziemlich fertig ertrinke ich mit zeitgleichen Krämpfen in Ober- und Unterschenkeln fast in der eigenen Badewanne, aber dieser einmalige Abgang soll jemand Anderem vorbehalten bleiben.

Ohne Hilfe hätte das ein ganz Böses Ende genommen!

Gernot habe ich übrigens nicht mehr getroffen, Stefan der auch dabei war hatte sein Mobiltelefon vergessen...

Dienstag, 4. Mai 2010

Eschborn City Loop Rund um den Henniger Turm reloaded Radsport ist ein Mannschaftssport!

Prolog:

2005 nahm ich das erste Mal am damaligen Henniger Turm teil. 2008 mit dem legendären Jan Ullrich Treffen und 2009 sollten Folgen, also war eigentlich von Anfang an klar, dass auch 2010 wieder auf dem Plan stehen wird... warum ich so lange gezögert habe? Ich weiss es selbst nicht mehr, aber hinterher ist man immer schlauer und ich hätte mal besser früher das Ticket gelöst und so nen Haufen Spätanmeldungsgebühren gespart. Nächstes Jahr bin ich schlauer... vielleicht.


1. Etappe Rückblende.

Da muss man eigentlich schon im letzten Jahr anfangen um das Rennen dieses Jahr zu verstehen. Das Jürgen letztes Jahr aus der Wertung genommen wurde hat mich in zweierlei Hinsicht getroffen. 

Zum Einen habe ich ihm vorher immer gesagt, mach Dir keine Sorgen, fährst du auf einer Felge im Limit! Kann man ja hinterher nicht sagen Sorry, vertan. 

Zum Anderen weiss ich was er an Zeit, Training und Fleiss investiert hat. Dann rausgenommen werden ist mit Sicherheit wenig lustig, mich würde es jedenfalls sehr treffen.


2. Etappe Vorbereitung.

Es lief ganz gut. Im Winter für meine Verhältnisse nicht ganz so faul gewesen, ab Januar dank Patti zum Verdruss der Nachbar auch per Rolle unterwegs, hätte schlimmer sein können.
Trotz des garstigen Wetters hatte ich 70h Sport in den Beinen, etwa genauso viel wie 2009


3. Etappe Für manche Generalprobe, für mich Heimrennen.

Rund um Köln 2010 war fantastisch. Die Beine stimmten, Thomas war unser Gast, Bernd und Mattias sind extra angereist, Gernot wie immer gut gelaunt und am Besten war wohl, dass Wetter war uns hold. Ein sehr schönes Rennen in ansprechende Form, der verlorene Handschuh tauchte wieder auf und es bleibt einfach mein Lieblingsrennen.


4. Etappe Zwischen den Rennen.

Eigentlich hätte ich mich direkt nach Rund um Köln anmelden sollen, aber es galt noch die Anreise zu klären, etwas was leichtes Kopfschmerzen bereitete... Geli und Gernot reisten schon früher an, so dachte ich, Kumpel Timo konnte sich aus familiären Gründen nur kurzfristig entscheiden, der Wagen vom letzten Jahr stand nicht mehr zur Verfügung, und ein Leihwagen sollte erst als letzte Alternative genutzt werden. So wurde es immer knapper bis zum 1. Mai und ich stand noch ohne Anreisemöglichkeit da... ich gebe zu, gegen Ende wurde ich langsam nervös...


5. Etappe Letztes Training.

Im letzten Training bin ich mit Timo nochmal ordentlich durchs Bergische Land gekurbelt.
Ordentlich Höhenmeter sammeln und nen ordentlichen Bergtritt finden. Bei Rund um Köln hatte ich  einen Durchschnittspuls von 155 gehabt, ich kann über einen langen Zeitraum mit einem Puls von 160-165 treten ohne kaputt zu gehen, dass waren die Vorgaben und so ging es die Anstiege hoch. Wir kamen beide zu dem Schluss, dass man so wohl alle längeren Anstiege hochfahren könne ohne zuviel Pulver zu verschießen. Das gute Wetter und die guten Beine steigerten wohl auch Timos Motivation, eine Woche vor Start war ich verhalten optimistisch.


6. Etappe Die Anreisewende!

"Gernot fährt wahrscheinlich nicht in Frankfurt, ist noch nicht angemeldet". Zwischen dieser Mitteilung an Jürgen und der Meldung "Christian und Gernot kommen mit Gernots Auto, Timo ist vielleicht auch dabei" vergingen nur ein paar Stunden. Jürgen hatte mal kurzentschlossen den Hörer in die Hand genommen und so war 4 Tag vor dem Rennen alles klar. Ein Schwabe muss die Kölner organisieren :-) Jürgen meldetet Gernotn am Vorabend des Rennen an und Bernd - wie schon im letzten Jahr - kümmerte sich um meine Unterlagen. DANKE NOCHMAL!


7. Etappe Detailplanung.

Timo und ich fuhren nochmal im besten Radladen von Brühl vorbei, besprachen die Details - ABFAHRT 6.30Uhr !!!! - und ich wurde auch immer optimistischer das Timo auch dabei ist. Hatten wir von Frankfurt über Köln bis Hamburg und Triberg + dem 24h Rennen am Nürburgring schon viele Rennen miteinander durchlebt war meine Freude darüber sehr groß.


8. Etappe Alles ist klar

2. Tag vor dem Rennen war dann klar, dass Timo auch starte, der Treffpunkt war vereinbart, die nötigen Unterlagen versendet, die angespannte Vorfreude wächs täglich und beträchtlich. Wettervorhersagen waren nicht berauschend, aber wir sind Radsportler und keine Schönwetterfussballer!


Ruhetag

Am letzten Tag vorher nochmal mit Timo besprochen wie wir die Geschichte angehen. Im Prinzip gab es 3 Möglichkeite. 

  • Voll druff, wie sonst überall und bisher bei jedem Rennen.
  • Immer schön nach Puls fahren und nicht sich übernehmen. Nach dem Feldberg dann Gas geben und schauen was noch geht.
  • Wir eskortieren Jürgen über den Feldberg, dass dieser auf jeden Fall im Rennen bleiben kann und schauen dann oben wie es weitergeht. 
Natürlich auch gerne alle 3 Varianten in Kombination oder einfach schauen wie es sich entwickelt. So war der Plan.


9. Etappe Treffen zu unchristlicher Zeit

4.30Uhr an einem Samstagmorgen von der Katze geweckt zu werden ist grundsätzlich unfein. Dann aber sich nicht rumzudrehen und weiter zu schlafen, sonder aufzustehen, sich in enge Hosen zu zwängen und zu versuchen sich mit literweise Kaffee wach zu bekommen ist noch unfeiner. Aber was solls. Wie heisst es so schön, Rennfahrerblut ist keine Buttermilch. Den gepackten Rucksack geschultert und an den Schnapsleichen der letzten Nacht vorbei zum Treffpunkt am Barbarossaplatz. Timo ist pünktlich, Gernot auch direkt da. Räder rein und ab nach Frankfurt.


10. Etappe Anreise

Im Auto die üblichen Gespräche unter Radlern, die Zeit vergeht, der Himmel wird dunkler und der Regen fängt an. Wetzel hatte mir prognostiziert leichter Regen am Start, im Laufe des Tages wird es dann besser. Danach sah es überhaupt nicht aus. Es schüttete regelrecht. Meine leicht panische Frage nach dem Wetter am Start wurde von Jürgen in gewohnt ausufernder Art mit "Trocken" beantwortet. Also Hoffnung. Angekommen, Parkplatz kein Problem, Fahrräder fertig machen, ewig hin und her überlegen Regenjacke ja oder nein, Beinlinge ja oder nein, all die wichtige Sachen halt. Ab zum Kreisverkehr dem Treffpunkt.


11. Etappe Treffen


Jürgn, Rosi, Bernd, Mattias, Thomas, Schlecki Wolf + Rani, wir Kölner sind die letzten und alle sind beisammen. Sehr schön. Großes Hallo und Vorfreude, die Startnummern werden noch angebracht und dann geht es auch schon in die Startblöcke. Thomas, Mattias und Bernd sind weiter vorne, Rosi auf einmal verschwunden. Die restlichen 5 entschließen sich gemeinsam in einen hinteren Startblock zu gehen und gemeinsam loszufahren. Wolfs 350 Trainingskilometer reichen ihm... Ziehe meine Hut davor und freu mich, dass er dabei ist.


12. Etappe Auf die Plätze fertig los.

Zwischen Startschuss und dem Überqueren der Startlinie vergehen reichliche 15min, hoffentlich keine Zeit die uns hinten raus fürs Limit fehlt denke ich noch, aber was man nicht ändern kann muss man ertragen. Die Straßen sind noch nass, so dass ich etwas vorsichtig um die Ecken gurke...
Wir bleiben zu fünft zusammen und reihen uns immer schön ein. Kurz mit Timo besprochen und wir   entscheiden definitiv bei den nassen Straßen und dem kalten Wetter erstmal langsam zu machen. 


13. Etappe Die ersten KM.

Ich setze mich vor Jürgen und versuche ihm ein guter Windschatten zu sein. Es geht durch Frankfurt und im Prinzip bleiben wir 5 zusammen, mal fährt der Eine etwas nach vorne, mal der Andere, aber immer in Sicht- und Reichweite. Die vom Thomas beschrieben Schienenkreuzungen überqueren wir vorsichtig, hängen uns immer wieder an Gruppen ran, was Angesichts unserer Gruppengröße aber eigentlich auch nicht nötig ist. Nach engen Kurven oder leichten Anstiegen versuche ich Jürgen immer wieder gleichmäßig an die anderen ranzufahren. Er soll sich sine Kraft einteilen und keine Körner verschwenden. Alles klar, Tempo gut, dieser Satz fällt häufiger. Wolf tritt flüssig man merkt ihm definitiv nicht an, dass er erst 350km in den Beinen hat. Ich fahr neben ihn und konfrontiere ihn mit der Aussage, dass es oben am Feldberg Sturmböen hätte, was 50Kilo Wolf leicht aus der Fassung bringt. Leider kann ich nicht länger Ernst bleiben und er merkt, dass dies nicht so ganz der Wahrheit entspricht.


14. Etappe Raus aus Frankfurt

So geht es dann auch aus Frankfurt raus. Das Tempo ist ordentlich, wir stimmen uns gut ab und es kommt wirklich das Gefühl auf als eine Mannschaft zu fahren. Timo fährt vorne weg und ich wundere mich kurz, hatten wir doch eben noch kurz besprochen bis oben bei Jürgen zu bleiben. Als ich ihn dann an ein HR Schild pinkeln sehe, frage ich mich kurz, ob das ein Statement zu öffentlich rechtlichen Berichterstattung über den Radsport oder Zufall ist... Kurz eine Energieriegel verspeist - Dank an Christof vom www.rennradblog.ch Ihm habe ich den Maracujageschmack zu verdanken den ich nie selbst gekauft hätte der aber echt gut war.


15. Rein in den Feldberg

Bevor es richtig in den Feldberg geht, muss ich auch nochmal meine Blase leeren. Ein Antritt und schon kann ich mich ein paar Meter nach vorne absetzen. Die Beine sind definitiv gut denke ich mir noch, tu was ein Mann tun muss und reihe mich wieder ein um wieder zu den Anderen aufzuschließen. Ich fühl mich fast schlecht alls ich auf den nächsten 500m reihenweise Jungs und Mädels überhole, aber komme auch schnell wieder an meine Jungs ran und so kann es im alten Trott weitergehen. Wolf setzt sich nach vorne ab, er will am Berg sein leichtes Gewicht ausspielen, wenn man wenig trainiert hat muss man halt in die Waagschale werfen was man hat. Gernot pedaliert stetig seinen Stiefel runter und bleibt immer in Sichtweite. Timo und ich quatschen und vertreiben uns die Zeit. Wir fahren nicht absolut am Limit, der Puls pendelt zwischen 140 und 150, aber eine Spazierfahrt ist das auch beileibe nicht. Jürgen bleibt am Hinterrad und wenn der Abstand zu groß wird nehme ich einen Tritt raus. 


16. Den Gipfel erreicht.

Wir sind oben. Kurzes Abstimmen, wir haben nen 27,8er Schnitt bis dahin, rausgenommen wird von uns mit Sicherheit niemand und Jürgens neues Ziel 28er Schnitt sollte auch in Reichweite sein. Die Beine fühlen sich noch gut an, und in mir kommt eine fröhliche "Wir machen jetzt Alarm Stimmung auf". An Timo rangefahren und mit einem fröhlichen "Auf gehts" zum Sturm geblasen. Er sagt wir sollen noch warten, Gernot musste kurz Wasser lassen und wir stürzen uns zu viert in die Abfahrt. Jürgen vertraut definitiv seinen Bremsen, denke ich noch als er an mir vorbeischießt. Die Abfahrt vom Feldberg genommen und weiter geht es.


Ruhetag

Bis zum Feldberg oben hatte ich einen Durchschnittspuls von 145, ab dann bis in Ziel 155, dass bei teilweise auch abschüssiger Strecke, also im Flachen deutlich mehr getreten, nur als Anmerkung für die Statistiker oder an Leistungsdaten interessierten.


17 Etappe. Im Flachen wie ein Wirbelwind.

Wir treten rein, was die Beine noch hergeben. Top gelaunt macht es richtig Spaß auch mal in der 2. Rennhälfte noch richtig frisch zu sein. Timo raunzt mir zu, dass er schlecht Luft kriegen würde und das ich ja noch ordentlich Zug auf der Kette habe, also ist klar, dass ich etwas mehr Arbeit im Wind verrichte. Wann genau wir Jürgen und Gernot verlieren kriege ich gar nicht mit. Die erreichen das Ziel ohne Problem und auch in einer guten Zeit denke ich mir und trete weiter. wir wechseln gut, fahren immer wieder auf Gruppen auf, ruhen uns kurz aus und geben wieder Gas. Es macht mächtig Spaß. Ich halte immer wieder Ausschau nach dem Wolf, bei jedem roten Trikot denke ich, dass er es ist. Bald haben wir ihn und leider sind wir zu schnell, als dass er sich dranhängen kann.


18. Etappe Bergwertung für Timo.

Am Ruppertshainer schalte ich in den kleinsten Gang und trete in stiefele mit hoher Frequenz das Ding hinauf. Timo flucht ein wenig, ist aber wie gewohnt am Berg stärker und holt sich unsere interne Bergwertung. Am Ende revanchiert er sich und überlässt mir den Zielsprint. Kurz kommt Wehmut auf, als wir die Stelle passieren wo letzte Jahr noch Eddi, Belli und Wetzel uns anfeuerten...


19. Etappe Alles geben auf dem Weg nach Hause.

Der Rest bleibt wie gehabt. Bis zur Ziellinie habe gute Beine und kann Druck machen. Laut Timo hat uns auf dem Stück vom Ruppertshainer bis ins Ziel niemand mehr überholt. Einmal noch haben wir einen 3. Verbündeten der auch noch ordentlich reintritt, ansonsten versuchen sich Fahrer immer wieder dran zu hängen die dem hohen Tempo nicht standhalten könne. Ein Fahrer lutscht ewig um uns dann an einem kurzen Anstieg noch zu überholen, dass stellen wir dann aber im Flachen wieder klar und rauschen an ihm vorbei...


20. Etappe Zielsprint.

Geht an mich :-)


21.Tour d'honneur



Alle im Ziel, alle gesund, alle glücklich, alle froh.
Jeder hat irgendwie sein Ziel erreicht. 

Thomas taucht auf, Rosi ist eh schon da so warten wir auf den Rest. Gernot und Wolf tauchen kurz nacheinander auf und bald ist auch Jürgen da. Das Übliche "Nach dem Rennen Gequatsche" 

Bernd und Mattias finde ich leider im Zielbereich nicht mehr, nach kurzem Aufenthalt verabschieden wir uns vom Wolf und Rani, an Gernots Bus gibt es noch eine kleine Mahlzeit und ein wenig Campingplatzflair...

Radsport ist in erster Linie Mannschaftssport und zumindest bis in die Abfahrt vom Feldberg haben wir das auch demonstriert.

Im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt, und wer weiss, was bis dahin ist und wer dann zu neuer Stärke gefunden hat, wer erstmalig dabei ist und wer wen zieht.

Mittwoch, 7. April 2010

Lange Kein Eintrag... jetzt geht es wieder los...

Nach mehreren Probefahrten, Streckenbeschreibungen, Muax Abstimmungen usw. war es dann gestern endlich soweit... RuK 2010, absolut subjektiv!

Samstag = Anreisetag

Das Wetter war ja im Vorfeld eher bescheiden, um es mal vorsichtig auszudrücken... Samstag kübelte es immer noch... aber Wettervorhersage sagte uns ja zumindest trockene Straßen voraus.

Dieses Jahr war erstmalig die Startnummerausgabe im Stollwerk, nette Location in der Kölner Südstadt. Dort verabredet mit Matthias + Anhang und Thomas war ich so gegen 15.30Uhr verabredet.

Problem war, dass man mit dem Auto gar nicht mehr dorthin kam, nach viel hin und her, endloser Parkplatzsuche waren wir dann aber doch beieinand, sunman tauchte noch überraschend auf und wieder ab, hatten alle unsere Startnummern und nahmen noch einen Kaffee in der Kölner Südstadt. Letzte Details für den nächsten Tag besprechen, Strecke nochmal durchgehen und was man so zu besprechen hat.

Bernd hatte ich dann auch mit angemeldet, kurioserweise sollte angeblich jemand mit gleichem Namen und gleichem Geburtstag mitfahren... konnte aber auch geklärt werden.

Matthias + Damen machten sich auf zurück ins Hotel und wollten am Abend sich noch was die Kölner Altstadt anschauen, Thomas und ich machten uns auf zu uns nach Hause wo es Abends noch feine Pasta gab und Thomas, Patti und ich dann noch "Sportsfreund Lötzsch" anschauten. Sollten sich vielleicht auch mal ein paar Andere anschauen, die immer wieder das Sportsystem der DDR so loben... aber das ist eine andere Baustelle.

Sonntag = Renntag

Nach ruhiger Nacht - ich frage mich immer warum unsere Katzen nur uns aber keine Gäste terrorisieren - wachte ich gegen 6.30 auf und es deutete sich schon an, dass das Wetter wirklich gut wird. Brötchen geholte, Frühstück gemacht etc., langsam wachte auch Pirat auf und als zum Frühstück gerufen wurde tauchte dann auch Patti auf :-)

Angezogen und auf die Räder. Thomas entschied sich dafür, sein Tourgott-Trikot noch unter ner warmen Jacke zu verstecken und Beinlinge anzulegen, ich klassisch kurze Hose und Trikot mir Armlingen. Wie angekündigt, habe ich mich aus Dank für die Unterstützung bei der Muax Abstimmung mit einem Live-radsport.ch Trikot ausgestattet, was ich sagen muss wirklich gut aussieht und angenehm zu tragen ist. Danke nochmal an die Jungs die extra für das Rennen aus der Schweiz angereist sind und sogar das Eurospielgeld bei der Übergabe akzeptiert haben

Das der Start diesmal direkt in die Kölner Innenstadt verlegt wurde ist ein echter Gewinn, der gesamte Tag gestaltete sich dadurch entspannter, der Morgen war deutlich entspannter.

Am Start Matthias, Bernd, Thomas, Gernot und ich, Geli + Tochter im wahrsten Sinne des Wortes als Zaungäste. Das Wetter spielte mit, eigentlich geht es kaum besser!!!


Rennen

Startschuss, los gehts! Aus Block 2 startend geht es direkt voll druff. Volles Tempo am Rhein entlang, Bernd und ich wechseln uns zu Anfang ab, über die Mühlheimer Brücke Thomas und Matthias im Schlepptau. Gernot war etwas weiter vorne gestartet, daher noch nicht im Blickfeld.

Durch die Stadt immer mal wieder abbiegen, neu antreten, wir fahren zu viert immer weiter nach vorne. Irgendwan, nachdem es leicht bergauf zum Altenberger Dom hochgeht, sind Bernd und ich vorne. Ich rufe ihm immer an, wenn eine Kurve kommt oder ein Kreisverkehr, erinnerte mich ein wenig an ein Zeitfahren wo der Fahrer die Ansagen per Kopfhörer kriegt. Außerdem geht mir andauernd durch den Kopf, dass ich wirklich nicht gut genug bin, um so früh im Rennen schon so reinzutreten... aber macht ja auch Spaß :-) Denkt man einfach mal nicht dran wie die Beine sich in 3h wohl anfühlen.

Erster Anstieg hoch zum Esel, Bernd geht an die Spitze der Truppe, ich lass es mal was langsamer angehen... Thomas taucht neben mir auf und merkt noch fröhlich an, dass wir im letzten Jahr die Geschichte aber langsamer angegangen wären... na toll, da bin ich hintenraus eingebrochen, dass verspricht ja heiter zu werden heute. Gernot taucht auf, wir wechseln ein paar schnelle Worte und schon ist er auch wieder weg.

Wie nicht anders zu erwarten geht Thomas auch weiter nach vorne, Matthias kommt zu mir, ich versuche sein Hinterrad zu halten, aber komme schnell dahinter, dass das ne Nummer zu groß ist nicht übertreiben darf und fahre meine Stiefel runter. Kurz vor Ende des Anstiegs flucht jemand ganz ordentlich neben mir. Wenigstens den kann ich noch überholen und ihm Mut zusprechen.

Nach dem Esel oben auf der Anhöhe leider keine Gruppe in Sicht, also alleine weiter und in den Anstieg. Dank Streckenkenntniss drücke ich dick auf der anderen Seite rüber und komme direkt in die nächste Abfahrt. Unten dann komm ich in eine Gruppe wo ich mich hinten dranhängen kann und so bis Sand rolle. Da auch wieder weiss ich wie ich schalten muss und komme gut rüber, im Gegensatz zu manch Anderem der dort ordentlich flucht und in seinen Gängen rumrührt.

Direkt wieder in ne Abfahrt von dort dann durch ne komische Runde über das Krüger Werksgelände, was für eine komische Streckenführung... dann zum Schloss Bensberg. Am Kopfsteinpflasterstück stehen die Leute schon in 2er/3er Reihen, der Weg ist frei und ich komm ordentlich durch. Mit Gruppen habe ich in diesem Jahr kein großes Glück, so muss ich die nächsten Kilometer durch den Forst alleine fahren und kann mich nicht ausruhen. Die ersten 50km sind in genau 1,5h gepackt, Schnitt in Ordnung. Auf dem 2. Teil durch den Forst treffe ich auf eine Gruppe die es ordentlich geschmissen hat. Krankenwagen und Polizei sind schon vor Ort. Langsam aber sicher merke ich, dass ich am Morgen wohl doch einen Kaffee oder eine Cola zuviel genommen habe. Die Blase Drück und ich komme nicht drumherum anzuhalten. Kaum stell ich mein Rad an den Rand und verdrücke mich ins Unterholz, sehe ich wie Sekunden später Gernot an mir vorbeizieht. Fuck denke ich, schwing mich aufs Rad und sehe ihn auf dem Langezogenen Stück etwa 150m vor mir. Er in ner Gruppe, ich mit 2Pfeiffen. Kurze Abfahr, im Flachen Teil mit 3 Leuten zusammen geht es in den nächsten Anstieg. Dort wieder entspannt den Tritt finden und hoch, Neben mir zieht einer seine 39-18 hoch und kriegt die Kurbel kaum rum, da bin ich doch froh die Geschichte mit der 3fach entspannt anzugehen. Nur kein falscher Ehrgeiz.

Oben ist es schön und sonnig, nicht zu vergleichen mit dem letzten Jahr. So langsam finden sich auch Grüppchen ungefähr gleichschneller Fahrer die meist gegenüber mit bergauf gnadenlos schneller, bergab oder im Flachen jedoch langsamer sind. Sobald ich die Straße etwas weiter einsehen kann tauch Gernot wieder am Horizont auf aber genauso wie der Abstand immer wieder kürzer wird, verlängert er sich auch wieder.

Abfahrt nach Odenthalt runter gebe ich Vollgas und überhole reihenweise Fahrer. Ich denke mir jetzt oder nie um endlich diesen in Gelb gekleideten Gernot zu kriegen. In die Kurve nach der Abfahrt lege ich mich voll rein und wundere mich selbst über meine Courage. Allen Schwung in den Anstieg mitnehmen um vielleicht ein paar Meter gutzumachen, runterschalten und zack springt die Kette beim Schalten auf das kleine Blatt ab. Ich fluche laut vernehmlich. Direkt neben einem Friedhof wird das am Ostermontag hoffentlich niemanden stören. Der Schwung ist weg, ich halte an und lege die Kette wieder auf. Atme durch und fahr in einem schönen Rhythmus den Berg hoch. Die 20sec werde ich dann wohl auch noch aufholen müssen...

Die nächste Abfahrt nehme ich mit 2 anderen Leidensgenossen, die anscheinend auch nicht das Ding voll runterdonnern möchten dienen wunderbar zur Orientierung bei der nächsten Abfahrt, die einzige Abfahrt die ich für gefährlich halte. Unten im Tal dann sind wir zu dritt zusammen, die Jungs sind mir aber zu langsam und ich versuche an die nächste Gruppe dranzukommen, klappt nicht aber ich werde von hinten von einer Gruppe überrollt die mich mitzieht.

Im nächsten Anstieg läuft es ganz gut, ich komme gut in Tritt und oh Wunder, ich komme an Gernot ran und fahr auf einmal neben ihm. Er ist leicht fassungslos, dachte doch nich vor mir zu sein und wir quatschen kurz und kommen gut weiter. Der Anstieg zuende, etwas wellig fahren wir gut zusammen. Es geht wieder auf den Teil der Strecke den man bereits gefahren ist und zu zweit geht die Sache doch schon deutlich angenehmer. Aufstieg nach Sand ist kein Problem und nach der Abfahrt sind wir in einer Gruppe von Leuten die wir dank ihrer Trikots als Mannschaft identifizieren können. Dranbleiben ist die Devise. Nach Sand hatten die Jungs auf ihren langsamsten Mann gewartet, dass war auch meine Hoffnung für den Anstieg nach Bensberg.

Im Anstieg Gernot dann vor mir, auf einmal kommt ein Polizeiauto und setzt sich vor uns. Ich freu mich dass ich mich dahintersetzen kann und so schön entspannt hochrolle. Gernot freut sich weil er endlich mal die Polizei rechts überholen kann ohne Ärger zu bekommen. Oben schaue ich mich um und der letzte Fahrer der Mannschaft kommt gerade herangestürmt zieht an mir vorbei und stürzt sich in die Abfahrt als wenn es kein Morgen gibt. Der entscheidende Moment wo ich penne. Der Vogel und Gernot komme an die Mannschaft ran, ich etwa 100m dahinter. Die folgende 8km versuche ich mich ranzukämpfen, aber jeder der das schonmal versucht hat weiss wie schwierig ein solches Unterfangen ist auf leicht abschüssiger Strecke an eine funktionierende Gruppe heranzufahren.

Nachdem es aus dem Forst rausgeht bläst auch noch der Wind von vorne und ich fühl mich wie ein Ausreisser der gerade aufeegeben hat.Versuche den Puls mal wieder unter 170 zu kriegen und hänge mich an die Gruppe ran. Entdecke Fahrer die ich schon während des ganzen Rennens immer wieder um mich rum hatte und freunde mich mit der Situation an, mit denen wohl gemeinsam ins Ziel zu radeln. Mit den Kräften auch ziemlich am Ende ist das wohl die bestmögliche Situation.

Im Ziel treffen wir uns alle wieder und bei Bratwurst und Kölsch kommen die Damen dazu und alle sind froh und glücklich über den rund um Köln gelungenen Tag!!!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Placebo furios!

Schon vor Monaten hatte Alex uns ja gefragt, ob wir Lust hätten mit ihm zum Placebokonzert zu gehen. Aber irgendwie war der Termin noch in so weiter Ferne, die beiden letzten Platten kaum bzw. noch gar nicht angehört, so dass wir erstmal nicht zusagten.

Ich hatte ja schon 2mal das Vergnügen Placebo zu sehen und fand sie eigentlich immer sehr gut, und je näher der Konzerttermin rückte umso mehr Lust bekamen wir dann doch noch hinzugehen.

Die neue Platte ein paarmal angehört und bei ebay nach Tickets geschaut. Dort waren die Preise utopisch, wollten wir doch nicht ein Vermögen investieren. Also wurde der Entschluss gefällt mit einem Bierchen bewaffnet vor der Halle auf dem Schwarzmarkt nach Tickets zu schauen. Die ersten Händler wollten 160€ für 2 Tickets, völlig illusorisch also, hatten wir uns doch ein Limit von 70€ gesetzt. Nach einer dreiviertel Stunde, es war bereits 8Uhr durch, kam dann noch ein Händler der uns nach einigem Hin und Her dann 2 Tickets für 70€, zwar Oberrang, dafür aber Platz 16 & 17 nebeneinander, also optimal.

Voll Vorfreude rein, noch ein Bier, nochmal auf Toilette und dann rein in die Halle, mittlerweile war es auch schon 20 vor Neun und langsam rückte Placebo näher. Wir werfen also nochmal einen Blick auf die Tickets und da der Schock! Wir hatten drauf geschaut, dass die Plätze nebeneinander sind, aber uns war nicht aufgefallen, dass es Plätze in unterschiedlichen Reihen waren!!!

Hätte Patti den Vogel in die Finger bekommen, ich weiss nicht, ob er dass überlebt hätte. Der Abend war gelaufen, es stand sogar im Raume direkt wieder nach Hause zu fahren. Aber noch einfach will man sich ja nicht geschlagen geben, also schaue ich doch mal in die Halle rein um unsere Plätze anzuschauen... und Guten wiederfährt Gutes, da wo eigentlich mein Platz wäre sind 2 Plätze nebeneinander frei, die beiden Mädels daneben sollten eigentlich ebenfalls woanders sitzen, also alles Gut.

Wieder raus, Patti reingeholt und genau zur Umbaupause sitzen wir nebeneinander auf wirklich guten Plätzen direkt seitlich der Bühne. Patti ist noch ein wenig unsicher und hat noch die Sorge, dass wir wieder von unseren Plätzen vertrieben werden, wie sie auf die Idee kommt, dass der Vogel neben mir mich noch verprügeln will wird sich mir wohl nie erschließen.

Licht aus, Musik an!

Placebo sind richtig richtig gut! Der Sound ist wie ich ihn noch nie in der Kölnarena erlebt habe, klar laut und deutlich. Und die Band spielt als wenn es kein Morgen mehr gibt. Die Songauswahl ist völlig in Ordnung, die neuen noch nicht so bekannten Lieder fügen sich wunderbar ein, das Finale ist wirklich furios, stimmig und alles passt. Viele glückliche Gesichter sieht man beim rausgehen.

- For What It's Worth
- Ashtray Heart
- Battle For The Sun
- Soulmates
- Speak In Tongues
- Follow The Cops Back Home
- Every Me Every You
- Special Needs
- Breathe Underwater
- Because I Want You
- Twenty Years
- Julien
- The Never-Ending Why
- Blind 
- Devil In The Details
- Meds
- Song To Say Goodbye
---------------
- Bright Lights
- Special K
- The Bitter End
---------------
- Infra-Red 
- Taste In Men



Einzig Schade, dass Alex schon was vorgehabt hat, beim nächsten Mal entscheiden wir uns früher dafür und wir gehen gemeinsam hin! Und zu Abschluss noch einer der schönste Momente die es wohl auf einem Placebokonzert gab:





Sonntag, 1. November 2009

Immer noch auf Trab...

Seit letztem Dienstag gefühlte 100mal das Bettzeug gewaschen, geschätzte 200mal irgendwelche Decken aufgehangen und mindestens 300mal geflucht... Kein Blut mehr im Urin und dank div. Gegenmassnahmen auch nur noch 2mal tägliches Ausflippen angesagt... Die Hoffnung geben wir noch nicht auf, und mal gespannt, was wir am Mittwoch im Tierheim so zu hören bekommen.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Anfangsschwierigkeiten...

Die erste Nacht war super. Nachdem er bei uns eingezogen war und auch nach einer Stunde bereits durch die Wohnung lief als hätte er nie woanders gewohnt war die erste Nacht völlig unproblematisch. Die beiden pflegten das Prinzip der friedlichen Koexistenz und die Nacht blieb ruhig.

Umso größer die Aufregung, als Herr Lehmann am nächsten Morgen auf dem Klöchen ein Geschäft verrichtete und Blut im Urin war.

OK, erstmal schauen, erstmal abwarten, keine Aufregung und so weiter... zeigt ja keine Anzeichen von Unwohlsein. 5min später der große Schreck, er erleichterte sich aufs Bett und in der hellen Bettwäsche war zu sehen, dass es nicht nur ein kleine wenig Blut war, sondern es schon ärger schien.

Also, Tierarzt ausfindig gemacht der auch am Samstag geöffnet hat und mit dem Taxi hin! Der ältere Herr dessen Praxis eher einer Metzgerei glich war natürlich, ebenso wie seine Helferin, begeistert von der Optik unsere süßen Kleinen. Es wurde schnell eine Blasenentzündung diagnostiziert, 2 Spritzen gesetzt und 10min später und 35€ ärmer wurde uns die Hoffnung gegeben, in 2-3 Tage ist er wieder gesund.

Sonntag waren wir dann den ganzen Tag im Klettergarten Brühl, daher nicht soviel mitbekommen, aber dachten es wäre ja nicht so schlimm und es wäre für die beiden vielleicht zum alleine sich kennen lernen auch ganz gut den Tag alleine zu verbringen.

Abends dann war es recht unaufgeregt und wir waren schon gespannt, ob die Nacht genauso ruhig verlaufen würden... verlief sie, alles wunderbar.

Montag morgen dann erbrach er ein wenig sein Essen, aber nicht weiter schlimm und nicht weiter besorgniserregend so der Tierarzt später, aber am Montagabend erleichterte er sich wieder auf Pattis Bett und alles wieder rot. Also Bett abziehen, in die Wäsche und ich überlasse natürlich ritterlich meine Decke und wickele mich in eine Wolldecke.

Dienstag dann beim Tierarzt nach Röntgenbild nochmal die Bestätigung massive Blasenentzündung, neues Antibiotika und Abends nochmal das schöne Spiel "Ich treibe Frauchen und Herrchen in den Wahnsinn weil ich aufs Bett pinkele". Bett abgezogen, alles in die Wäsche und diesmal verpacke ich mich in meinen Schlafsack.

Hoffen wir mal, dass der Herr Lehmann bald gesund wird bevor die Miele sich kaputt wäscht.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ein gebrochenes Herz wird geheilt...


Bis vor kurzem war die Situation ideal. Unser Nachbar und wir hatten je eine Katze. Waren wir tagsüber damit beschäftigt das Geld zu verdienen, dass die Kleinen auch das beste Katzenfutter der Welt bekommen, wurden die beiden zusammen entweder hüben oder drüben beieinander gelassen. Ein Herz und eine Seele waren sie...
Jetzt haben die Nachbarn die Chance ergriffen in ein Traumhaus zu ziehen und unsere Kleine wurde mit einem gebrochenen Herzen zurückgelassen. Die ideale Situation war Vergangenheit und wir versuchten erstmal, wie sich das Leben mit einer Singlekatze so darstellt.

Man hat den Eindruck gewinnen müssen, die Kleine ist nicht wirklich glücklich. Bevor wir das Haus verlassen, setzt sie sich heulend vor die Tür, wenn wir nach Hause kommen weicht Sie uns nicht mehr von der Seite und quietscht als wenn Sie uns von ihrem Tag berichten möchte.


Nicht, dass uns das nicht gefallen würde, aber Sie wirkt dabei ein wenig unglücklich und so wurde die Entscheidung getroffen ihr einen neuen Kumpel ins Haus zu holen. Bei einer Katzenpflegestelle wollte man uns quasi direkt ein kleines 8-wochen altes Katzenbaby übergeben, wir hätten uns nur noch am nächsten Tag melden müssen. Aber die Gesundheitsvorsorge erschien uns da irgendwie nicht ideal und so sind wir dann nochmal beim Tierheim bei welchem wir auch Mü geholt haben vorbei und dort sind wir dann auch fündig geworden...

Laut Tierheim soll es ein Bengalenmischling sein, inwieweit diese Mischung den Charakter beeinflussen wird, davon lassen wir uns mal überraschen. Jedenfalls war der Herr so anhänglich und zutraulich, dass nun Pattis Traum von einer Schmusekatze auf Umwegen vielleicht doch noch war wird? Die Namensgebung ging dann schneller als erwartet, ein Fräulein braucht einen Herrn und da er ins seinem Leben anscheinend bisher etwas orientierungslos war, passt "Herr Lehmann" doch recht gut. Sehr ansprechend!!!

Noch 2mal schlafen, dann können wir ihn abholen, Patti erzählt schon im 30min Takt der Mü dass sie bald einen neuen Kumpel kriegt und geht fest davon aus, dass hier ab Freitag Amors Liebespfeile abgefeuert werden, ich lasse mich einfach mal überraschen.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Grabsch hört auf und ich darf mitfahren

Bei einer kleinen abendlichen Trainingsrunde sehe ich das Plakat, welches Werbung für den Komet in Hürth, Abschiedsrennen von Ralf Grabsch. Mal anhalten und schauen wer da so startet... Aha, klingt ganz nett, aber richtig aufmerksam werde ich, als in der Ausschreibung von einem Jedermannpaarzeitfahren die Rede ist. Einzelzeitfahren für Jedermänner gibt es ja nicht so viele, und Paarzeitfahren noch viel weniger... Da will ich hin, da will ich unbedingt hin!!!

Also, entweder nach Hause oder mal beim Gernot vorbeischauen, der in der Regel bei solchen Veranstaltungen immer irgendjemanden kennt oder irgendwas weiss... Gernot hat viel zu tun, daher fahre ich weiter nach Hause, berichte der Süßen von der Veranstaltung, bekomme die Startfreigabe und mache mich weiter auf die Suche nach Information im Netz.

Schnell alle nötigen Infos beisammen, 2 emails geschrieben und hoffen, dass noch ein Startplatz frei ist, am nächsten Tag kommt dann auch die Bestätigung. Detze sagt auch direkt zu mit dabeizusein, es läuft...

Am nächsten Abend fahr ich einfach mal zur Strecke und fahre diese ab... 1,4km Rundstrecke die man dreimal durchfährt... Nicht wirklich spannend aber auch nicht komplett flach, insgesamt also 12 x 90Grad Kurve 12mal neu antreten, so sieht wohl die Strecke eines klassischen Kriteriums aus.

Die weitere Vorbereitung hätte unser Exkanzler wohl als suboptimal bezeichnet. 4 Tage mehr oder weniger im Bett liegend versuche ich mich von einer Virusinfektion zu erholen. Jeden Morgen fühle ich mich besser, Abends wieder schlecht.

Am Tag vor dem Rennen fahre ich nochmal zur Strecke, nochmal schauen wie man die Kurven nehmen kann, wo man vielleicht aufs mittlere Blatt schalten muss und vor allen Dingen wo es Sinn macht sich auf den Zeitfahraufsatz zu legen, den ich mir extra geliehen und montiert habe. Der gesundheitliche Zustand lässt aber ordentlich zu wünschen, der Virus steckt noch im Körper und ich gurke mit niedrigem Tempo und hohem Puls durch die Gegend.

Am Tag des Rennens dann lacht mir die Sonne leider nicht entgegen sondern der Tag startet mit Nieselregen... Gegen frühen Nachmittag starten wir mit in gemächlichem Tempo da die Süße mit ihrem Damenrad nicht ganz so schnell unterwegs ist, aber in weniger als 30min sind wir dann schon in Gleuel.

Auf der schon abgesperrten Strecke finden bereits die ersten Jugendrennen, ganz putzig wie die 6-8jährigen um die Wette fahren.

Bei der Startnummernausgabe holen wir die Nummern, und während wir da so die Nummern anbringen steht auf einmal ein gewisser Herr Grabsch Bert neben mir. Denke mir noch kurz, dass ich ganz froh bin, dass ich nicht gegen ihn fahren muss... Wir haben kurz die Möglichkeit eine Proberunde zu drehen, für mich nix Neues, die Strecke ist genau wie von mir abgefahren.

Zeit verfliegt und langsam gilt es sich aufzustellen. Procedere ist etwas eigentümlich, man starte in 4er Blöcken mit jeweils 20sec Abstand... Aha... Als erstes geht Jens Voigt mit der Frau des Clubpräsidenten auf die Reise, 3 weitere Teams starten dann im 20sec Abstand. Nach 4 Teams gibt es also die erste Richtzeit, 7:30min, bei meinen Proberunden hatte ich entspannt gefahren über 11min gebraucht.

Während die nächsten 4Paare auf die Strecke gehen machen wir uns langsam auch fertig, wir sind das erste Paar der 3.Gruppe. In der 2.Gruppe kommt es zu den ersten Überholungen, Stefan Schreck gehört zu den Überholern. Dreht man sich mal um und oh Schreck, hinter uns steht Bert Grabsch mit so nem anderen Vogel der ebenfalls im HTC Trikot aufläuft und der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Exprofi ist.

Prost Mahlzeit, ein Ex-Zeitfahrweltmeister wird uns jagen...

Start und auf geht‘s, von Anfang an volle Pulle, Zuschauer links und rechts geht es ca 300m leicht bergauf, Puls direkt am Anschlag, rechts ab und ca 100m Minimalanstieg, alles noch auf dem großen Blatt, an der höchsten Stelle der Strecke auf den dicksten Gang, auf den Lenker gelegt und leicht abschüssig Vollgas! 600m Topspeed auf breiter Straße unten scharfes Bremsen und in eine enge Kurve die mit Strohballen gesichert ist. Nach 100 wieder scharf rechts und dann leicht ansteigend Richtung Ziel.

Erste Runde geschafft! Der Herr Grabsch hat noch nichtmal 20sec auf uns rausgefahren!

Kurz nach der Startpassage allerdings taucht dann der Herr Grabsch auf, allerdings scheint sein Mitfahrer das Tempo nicht mithalten zu können, Grabsch hat ihn verloren :-)

Bert und ich gehen zeitgleich auf den 100m Anstieg und ich ruf ihm rüber, dass er oben gefälligst warten soll, er reagiert wenig und macht piano so dass sein Mitfahrer aufschließen kann, so kommt es dazu, dass wir Seite an Seite das hochfahren. Oben sind wir dann alle 4 beisammen und die Profis geben Gas, wir versuchen uns ranzuhängen stürzen uns aber nicht ganz so tollkühn in die Kurve und verlieren nach der nächsten Kurve den Anschluss.


Als wir auf die nächste Runde gehen sehen wir die beiden noch, an ein ranfahren ist aber nicht zu denken.

Zu dem Zeitpunkt fahren wir so etwa 5min schon absolut am Limit, in der letzten Runde gehe ich bergauf kurz auch aufs mittlere Blatt, mein Kumpel geht das erste Mal in Führung. Der Rest ist einfach nur drauftreten was die Beine hergeben. 7:30 im Ziel!

Im Auslauf maule ich noch den Bert an, dass Sie ja auch ruhig mal hätten warten können, er meint wir hätten uns ja auch was beeilen können... Hat er ja auch nicht ganz unrecht.

Nachdem alle Paare durch sind gibt es die Siegerehrung, unüberraschenderweise haben wir es nicht aufs Podium geschafft, welche Platzierung wir haben erfahren wir leider auch nicht. Da es einigermaßen frisch ist, entscheiden wir uns dafür, nach dem Start zum Abschiedsrennen wieder nach Hause zu radeln. Plötzlich tauchen noch Geli und Gernot. Fröhliches Hallo, austauschen über Heimerdingen und dann auch schon wieder Abschied.

Denkste.

Pattis Rad hat nen Platten. Meine Hoffnung ist Gernot, der eigentlich sowas immer in seinen Auto hat. Gefragt, getan. Der Schlauch wird gewechselt, wir wollen los, doch obwohl wir den Mantel beide kontrolliert haben ist er direkt wieder platt!!!

Durch die verzögerte Abfahrt komme ich noch dazu, per Aushang das Endergebnis zu erfahren, um 0,03sec an den Top Ten gescheitert, wobei sich dort auch vorwiegend Paare mit Profis tummeln.

Geli und Gernot sind erneut die Rettung und bieten an Patti + Fahrrad mit nach Köln zu nehmen! Wir schauen das Rennen noch zu Ende an, welches Grabsch trotz div. Attacken von Wüst und Heppner gewinnt, vor seinem Bruder und Jense Voigt, und es kommt zum nächsten Rennen, zurück nach Köln! Fahrrad gegen Auto, welches ich eindeutig gewinne da das Auto durch den Abreiseverkehr behindert ist...

Nochmal DANKEDANKEDANKE an Geli und Gernot, der es sogar sich nicht nehmen lässt das Rad am nächsten Tag komplett auf Vordermann zu bringen!!!

Montag, 28. September 2009

Vorbei... Leider...



viel zu schnell ging die Zeit vorbei, viel zu kurz waren die 2 Wochen, viel gesehen und bestimmt genau soviel verpasst...

Nun sind wir schon wieder 2 Wochen hier, der Urlaub wirkt schon ewig her, was vielleicht auch daran liegt, dass man sich morgens wirklich schon überlegt, ob man die dicke Jacke anzieht wenn man mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt.

Es war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch auf griechischen Inseln, vielleicht beim nächsten Besuch mal die Sporaden? Die Süße hat da glaube ich noch eine Rechnung mit Skolpelos auf...

Das ganze Inselgehüpfe war nicht so anstrengend wie es vielleicht klingt, irgendwann hat man sich daran gewöhnt, auch die Hotelsuche war eine spannende Herausforderung, bis auf Mykonos hat es ja zumeist auch recht einfach geklappt.

Wenn wir manchmal über den gegrillten Feta in Griechenland noch geschimpft haben, müssen wir nach dem ersten eigenen Versuch hier in Deutschland das alles schon ein wenig relativieren... ist scheinbar doch nicht so einfach :-)

Fein war es und obwohl ich mit der Süßen ja überall gerne hinfahre, muss ich mich doch selber loben, dass ich das Ziel so gut ausgewählt habe :-)

Aber der Urlaub war auch nur so schön, weil die Chefplanerin die Ziele so wunderbar ausgesucht hat und die Route so gewählt hat.

Danke!

Sonntag, 27. September 2009

15. Tag Abreise :-(

Das wars, Schluss aus Feierabend... Mit einem großen Knall endet der Urlaub...

Am Tag vorher noch uns erkundigt, wieviel früher man so in Griechenland am Flughafen sein muss. Sowohl die Mitarbeiterin im Hotel, auch der Wetzel meinen beide 2h.

OK, wenn das so ist, dann ist es halt so, Patti meinte zwar die ganze Zeit das wäre Schmarrn, aber auf Nummer sicher gehen scheint doch der sichere Weg, also planen wir mit 8Uhr als späteste Eincheckzeit.

Den ganzen Urlaub habe ich noch getönt, ich hätte in meinem ganzen Leben noch nie verschlafen, würde immer vor dem Wecker aufwachen... verdammt schlechter Moment mal zu schauen, was so los ist wenn das nicht so klappt.

Ich wache auf und die Uhr zeigt 8:06Uhr an. Die Schimpfworte die ich rumschreie möcht ich lieber nicht aufschreiben, jedenfalls bin ich von null auf hundert wach, Patti versucht mich noch zu beruhigen, zum Glück haben wir schon am Vorabend das Hotel bezahlt und die Koffer gepackt.

Aus dem Hotel gestürmt und zum Taxistand, im Augenwinkel noch das Frühstücksbuffet gesehen, ärgerlich... am Taxistand schmeissen wir alles schnell ins Taxi, es fallen nur die Worte "Airport... Quick... Urgent, we are late"

Der Fahrer schleicht nicht, aber irgendwie scheint er den Ernst der Situation nicht erkannt zu haben... Patti redet beruhigend auf mich ein, bevor ich dem Taxifahrer noch an den Kragen gehe, das Geld habe ich schon abgezählt in der Hand, keine Zeit mehr am Flughafen verschwenden... Raus aus der Karre, rein in den Flughafen! Der Schalter ist noch offen, genau 21min zwischen ausfstehen und in der Warteschlange am Flughafen stehen.

Bis 9:05Uhr checken die Leute noch gaaaaanz entspannt ein, supersauer setze ich mich erstmal, geh auf der Toilette Zähne putzen und wir zahlen 14€ für 2 Kaffe und 2 Croissants, im Hinterkopf habe ich noch das Frühstück vom Hotel, welches wir noch hätten ganz entspannt genießen können.

Flug ist völlig unspektakulär und wir kommen bei Bewölkung und 15°Grad in Köln an. Da war ja schlechtes Wetter auf Mykonos noch besser.

Mit Bahn und KVB nach Hause und natürlich schnell das Fräulein aus ihrem Urlaubsdominizil abholen, Flinkster sei Dank. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Mü erstmal wenig interessiert ist aber es scheint so, dass Sie sich doll freut Patti wiederzusehen, dass es andersrum ebenso ist braucht man wohl nicht erwähnen.

10min später sind wir alle wieder daheim!

14. Tag La Cucaracha

Tja, wie soll ich die 1. Nacht in unserem schicken Hotel beschreiben? In jedem Fall aufregend... um 5 Uhr morgens erwachte der Liebste und wollte sich zur Toilette begeben, da sagte er: "Hier ist eine riesige Kakerlake!" Oh nein... ich sah das Drecksvieh noch unters Bett rennen... das darf echt nicht wahr sein! An schlafen war nicht mehr zu denken. Ich ekelte mich viel zu sehr, als dass ich nochmal ins Bett steigen würde, stellte mir andauernd vor, wie das Vieh während ich schlafe in meinen Mund krabbelt... igitt! Nach kurzem Such- und Fangversuchen haben wir aufgegeben. Ich beschloss schon, mich in die Hotellobby zu setzen und dort zu schlafen, da kam uns die Idee, nachzusehen, ob jemand an der Rezeption war. Das war auch der Fall! Und wir bekamen ein neues Zimmer, Gott sei Dank! Welch Aufregung...

Nach dieser doch etwas schlaflosen Nacht frühstückten wir erstmal fein und machten uns dann auf zum Hafen. Heute war Delos unser Ziel!



Mit dem Schiffchen fuhren wir ca. 30 Minuten, wobei ich die ganze Zeit meinen Würgreiz zu unterdrücken versuchte, es schaukelte wirklich sehr... Dort angekommen, Tickets geholt und los gings! Die Ausgrabungen sind schon sehr beeindruckend! Zunächst sind wir durch den Teil mit den Heiligtümern gegangen. Natürlich war die Löwenterrasse hier ein Highlight.





Danach sind wir den Hügel hinauf und genossen die schöne Aussicht auf Mykonos und weitere Inseln sowie natürlich auf die Ausgrabungen selbst. Dann ging es durch den Wohnteil, was auch sehr schön war! Viele schöne Mosaikböden konnten wir besichtigen, und auch das Amphitheater. Alles in allem also ein schöner Besichtigungstag, allerdings habe ich vor einigen Jahren Pompeji besucht und war daher in Sachen Ausgrabungen doch bereits ziemlich verwöhnt...




Die Rückfahrt war magentechnisch wieder sehr anstrengend, eine stürmische Fahrt...




Wieder zurück auf Mykonos suchten wir nach einem geeigneten Restaurant für unseren letzten Abend. Wie Schade, der letzte Abend... wir entschieden uns für ein im Führer sehr nett und traditionell beschriebenes Restaurant, gingen aber zunächst zurück ins Hotel um noch etwas auszuspannen und eine Dusche zu nehmen.

Dann brachen wir wieder auf und fanden uns auch sogleich in dem netten Restaurant. Naja, man merkte aber dennoch, dass man auf Mykonos war, das Essen war schon teurer als auf den anderen Inseln... zunächst nahmen wir natürlich wieder den gegrillten Feta. Der Liebste schloss nun seinen Urlaubs-Bifteki-Test ab und ich entschied mich nach längerem hin und her für Spaghetti mit verschiedenen Meeresfrüchten. Der Feta war schon recht gut, auf jeden Fall unter den vorderen Plätzen und meine Spaghetti waren der absolute Knaller! Die Soße war super und die Muscheln, Garnelen, Tintenfische etc. schmeckten himmlisch! Also für den letzten Abend war das wirklich ein schöner Abschluß...

So, und dann natürlich die letzte Backgammon-Partie mit Bierchen. Das Gesamt-Urlaubs-Spielresultat fiel übrigens desaströs für den Liebsten aus. Am nächsten Tag wird es also zurück nach Deutschland gehen...

13. Tag Mykonos, nein danke...

Wieder ein Reisetag, wir verlassen Naxos und siedeln über nach Mykonos.

Bis dato war bei mir das Ende der Reise irgenwie noch in recht weiter Ferne, mit der Überfahrt nach Mykonos wird allerdings klar, dass auch diese Reise bald ein Ende hat und dieses auch bald vor der Tür stehen wird, denn Mykonos ist die letzte Station...

Der Sohn unserer Hotelchefin fährt uns zum Hafen. Von Naxos erstmal mit ner Fähre nach Paros, dann mit dem Schnellboot nach Mykonos. Dabei fällt uns dann auch auf, wie unsinnig es war erst nach Paros und dann nach Naxos zu fahren, man lernt dazu fürs nächste Mal.

Unter einem Schnellboot habe ich mir so ein großes, futuristisches schnelles Ding vorgestellt, natürlich ohne auch nur überhaupt irgendetwas von Schiffen zu wissen. Das kleine Boot entspricht irgendwie so gar nicht meinen Vorstellungen aber Hauptsache wir sind schnell auf Mykonos.

Die üblichen Hotelschlepper links liegen lassend suchen wir eine Unterkunft, und was wir schon gelesen hatten stellte sich als wahr heraus, Unterkünfte deutlich teurer als bisher, für Zimmer weit außerhalb sollen wir das doppelte der bisher bezahlten Preise bezahlen.

Also einfach mal Richtung Altstadt und nach viel Hin und Her nehmen wir fast ein Zimmer direkt im Zentrum was preislich noch gerade im Rahmen ist. Irgendwie komme ich auf die Idee nochmal zu einem anderen Hotel zu stiefeln, Chefin bleibt aber vor dem ausgewählten Hotel sitzen so dass ich alleine losstiefel. Ich verlaufe mich aufs Schlimmste. In den kleinen Gassen verliere ich andauernd die Orientierung und fange an Mykonos zu verfluchen.. Nach einer gefühlten Ewigkeit finde ich schon leicht verzweifelt Patti wieder und wir entschließen uns bei noch einem Hotel anzufragen, welches ich auf meinem Irrmarsch noch gesehen hatte dessen Rezeption nicht besetzt war.


Eigentlich bin ich wenig optimistisch, da das Ding sehr durchgestylt und hip aussieht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und es ist nur 2 Ecken entfernt. Patti marschiert los und kommt nach 5min mit einem breiten Grinsen wieder...













Sie hat mit ihrem Charme der Rezeptionistin Zimmer + Frühstück zu einem vernünftigen Preis abgeluchst, fein gemacht und 10min später liegen wir auf unserem Bett. Zu diesem Preis eine solche hübsche Unterkunft, dass hätte ich noch vor einer Stunde niemals für möglich gehalten.

Nur kurz was frisch machen und dann auf, die Stadt ein wenig anschauen. Eigentlich hatte ich das meiste ja schon bei meinem 1h im Kreis durch die Stadt ich habe mich verlaufen Marsch gesehen, aber ohne die Verzweiflung im Nacken kann man es doch besser genießen.


Ob es am Wetter liegt, oder den doch etwas partylastigen Inselgästen, Mykonos gefällt mir von allen Inseln am Wenigsten, wenn es auch in der Altstadt viele schöne Ecken hatte.



Wir schauen uns nach einem Restaurant für den Abend um und es bestätigt sich, was wir schon bei den Zimmerpreisen feststellten, Mykonos ist in jeglicher Hinsicht viel teurer.

Also entschließen wir uns einen der beiden Abende günstig zu verbringen, um am 2. Abend dann uns was zu leisten. Im Führer ist auch ein besserer Imbiss als sehr gut beschrieben, der Laden ist auch recht voll, so dass wir dann einfach dort uns satt essen, denn für mehr war es da auch nicht gut. Das wahrscheinlich schlechteste Essen der Reise!

Unsere Backgammonpartien finden am Abend auf einer Art Hotelterasse statt und wir freuen uns zumindest eine richtig gute Unterkunft ergattert zu haben. Dachten wir bis dahin...

Freitag, 25. September 2009

12. Tag Ausspannen mit kleiner süßer Hure

Entspannungstag!

Da wir ja nun in dem netten Hotel mit Pool am Meer sind und wir gestern die große Autotour gemacht haben, gönnten wir uns an diesem Tag eine Auszeit! Die Sonne spielte auch mit, also schon mal ein guter Start!

Morgens ging es natürlich erst mal auf zum Frühstück! Und wen sah ich da gleich! Das kleine
süße Kätzchen, das sich wirklich von jedem streicheln ließ! Eigentlich habe ich es bisher immer versucht zu vermeiden, die süßen Dinger zu knuddeln, da hier ja wahrscheinlich nicht wirklich auf Entwurmung, Impfungen etc. Wert gelegt wird... aber diese kleine Maus... da war es wirklich schwer zu widerstehen.. nun gut, erstmal setzten wir uns an den Tisch. Das Kätzchen war doch tatsächlich auf dem Schoß eines anderen Gastes! Etwas eifersüchtig schaute ich rüber... wir haben nämlich selbst ein kleines Fräulein zuhause, die aber leider gar nicht auf Schoß-sitzen
steht... Juchuuh, der Gast stand auch nach einer Weile auf! Das süße Ding war damit nicht wirklich einverstanden und ging sogleich zum nächsten Tisch, um einen neuen Schoß zu finden. Das Paar dort stand aber gar nicht auf Katzen und scheuchte sie weg. Ich witterte meine Chance... und sie kam! Das kleine Kätzchen sprang sofort auf meinen Schoß! Wie entzückend! Von da an, war sie die kleine Hure, weil sie sich wirklich an jeden ranschmiss! :-) So, jetzt musste ich es nur bewerkstelligen mit nur einer Hand zu frühstücken und die andere nur für das Streicheln der Katze zu benutzen. Wie gesagt, ich hatte etwas Angst
vor Krankheiten etc. der kleinen Maus, aber ich hab es ganz gut hingekriegt! Ach war die Maus entzückend! Am Liebsten hätte ich sie gleich mit nachhause genommen, aber das ist ja so kompliziert mit Impfungen etc... aber es war wunderbar!

Nach dem Frühstück erstmal Hände waschen und dann ab an den Pool! Auch mal schön, so ein Entspannungstag. Hab fleißig an meinem sehr tollen Buch gelesen, kann ich nur empfehlen:
Andreas Eschbach, eine Billion Dollar! Zwischendurch ab in den doch sehr kühlen Pool (dem Liebsten war er viel zu kühl...)!

Es gibt also diesmal nicht wirklich viel zu berichten... das Abendessen haben wir wieder in dem Restaurant von gestern eingenommen. Diesmal versuchte ich es wieder mit der Kuh, Soße und Spaghetti. War nicht schlecht, aber kam nicht an die von Paros ran... der liebste aß natürlich wieder sein Bifteki.

Danach wieder zurück ins Hotel und wie jeden Abend die ein oder andere Partie Backgammon mit Bierchen!

Mittwoch, 23. September 2009

11. Tag Raus aus dem Hotel, rein ins Hotel...

Aufstehen und sofort klar, dass das Hotel zu verlassen die richtige Entscheidung ist. Wir packen und stellen die gepackten Koffer aufs Bett und gehen Richtung Rezeption, irgendwie ein mulmiges Gefühl, so als wenn es jetzt irgendwie Ärger gibt.Die Hotelchefin - die wir nur " Besen" nennen - ist nirgends zu sehen, schon einmal kein schlechter Start. Die ältere Dame, vermutlich von den Philippinen stammend, schaut vom Computer auf und fragt "You wanna check out?" Hinterher wird mir berichtet ich hätte ein recht dummes Gesicht gemacht. In der Tat stammele ich etwas verdattert "Yes..." reiche ihr schnellstmöglich die Kreditkarte, unterschreibe und 2min später sind wir schon vor der Tür!

Irgendwie können wir unser Glück kaum fassen, das ausgelassene Frühstück ist uns völlig egal und wir holen das Frühstück am Hafen nach. Die Autovermietung die wir ansteuern will uns nen Kleinwagen für 30€ vermieten, geht in nullkommanix auf 25€ runter, wir schauen aber erstmal weiter, steht ja eh noch ein Postkartenkauf an. Dort mieten wir uns dann auch direkt nen Wagen und sind für 25€ für einen Tag motorisiert.

Unsere nette Hotelchefin aus Paros hatte uns eine Unterkunft empfohlen, nicht in Naxos selber sondern im Nachbarort Ag. Prokopios.
Auf dem Weg dorthin kommen wir an irgendsoeiner Luxusressort Unterkunft vorbei, nur aus Spaß schauen wir rein, natürlich würde diese Unterkunft unser Budget sprengen. Wir durchfahren den Ort weiter in den nächsten Ort, die gesuchte Unterkunft ist nicht zu finden, wir planen um und nehmen einfach das nächstbeste, was uns in Ordnung scheint und wir finden auch schnell etwas, sogar mit Pool, Balkon und entspannter Atmosphäre und nicht ganz so ein Touristentempel wie die anderen Unterkünfte. Die Süße ist natürlich auch recht angetan von der großen Anzahl an freilaufenden Katzen, aus der Ferne kann sie schon ein anscheinend besonders verpuffeltes Ding ausmachen.Nur kurz ins Zimmer und weiter geht es, denn das Auto will ja auch genutzt werden.

Einmal die ganze Insel umrunden, so der Plan. Erster Stopp bei der Panagia Drossiani, einer uralten Steinkirche die teilweise noch aus dem 6.Jhr stammt. Unglaublich sich vorzustellen, wie alt das Ding eigentlich ist...Weiter geht die Fahrt bei nicht allerbestem Wetter, aber auch ohne Sonnenschein wirkt alles sehr beeindruckend und man hat teilweise das Gefühl in die Wolken reinzufahren.







Ab und an muss man auch mal scharf bremsen, auf einmal steht einfach so ein Esel der Straße,
gerne auch mal ein Pferd.








Erste Rast dann in Appolonas, in allen Hafenlokalen ist
der Strom ausgefallen! Aber ein gekühltes Getränk ist trotzdem zu bekommen. Das ganze Örtchen wirkt deutlich weniger touristisch.


Zum Kouros von Appolonas hochmarschiert, wirkt beeindruckend wie das Ding da so liegt.



Weiter mit dem Wagen zu den beiden anderen Kourosjungs, wie wohl der richtige Plural heisst? Dabei wieder die halbe Insel durchquert.


Vom Parkplatz aus marschiert man so etwa 20min zur weiter entfernteren Statur, auf dem Rückweg noch einen Blick auf den kleinsten der Jungs.




Nochmal rein nach Naxosstadt und ne Zeitung gekauft, bei der Gelegenheit auch dann direkt das Tempeltor am Hafen in Ruhe angeschaut und auf dem Heimweg in einem Supermarkt kurz eingekehrt.



Abends dann kurz auf dem Hotelzimmer entspannt und ab in die Stadt zum Biftekitest. Nach gestern kann es eigentlich nur besser werden, es sein denn die Süße ordert heute nen BigMac. Aus einem Gefühl heraus lassen wir die ersten beiden Restaurants links liegen und finden dann ein im Führer erwähntes Restaurant welches auf den ersten Blick vielleicht nicht so hübsch wie manch Anderes wirkt, aber die Küche soll gut sein und ausnahmslos jeder der dort arbeitete ist ausgesprochen freundlich!

Was soll man sagen, der gegrillte Feta war sehr gut, würde ihn fast einen Platz auf dem Podium der gegrillten Fetas geben! Mein Bifteki ist auch recht ordentlich, allerdings ist Pattis Moussaka ein ziemlicher Desaster und deutlich zu bitter. Der obligate geteilte Ouzo geht größtenteils an die Süße, nicht ahnend, das wir nach Erhalt der Rechnung beide noch Einen aufs Haus bekommen.

Süße ist kurzzeitig angeschlagen, verkraftet aber Bitterstoffe und Ouzo und es geht zurück ins Hotel. Dort auf unserem Balkon noch Backgammon und im Hintergrund das Spiel der deutschen Nationalmannschaft im TV, feiner Tag.



Dienstag, 22. September 2009

10. Tag Nachtrag...

Möchte es mir nicht nehmen lassen, kurz noch 2 Dinge zu ergänzen:

1. Ist es furchtbar charmant von der Süßen auszulassen, dass ich mich bei der Überfahrt als Landratte disqualifiziert habe. Furchtbar übel war mir auf der Überfahrt und ich war wirklich kurz davor den Fischen ein kleines Frühstück zu spendieren.

2. Hat Sie in Folge ihres Chicken Nugget Dramas auch völlig verdrängt, dass der gegrillte Feta, eher eine erhitzte Schuhsohle war... desaströs...

10. Tag Von Paros nach Naxos



Es geht nach Naxos! Nach einem letzten Frühstück auf unserem Marktplatz in dem wunderbaren Hotel (http://www.eleni-rooms.gr/) geht es langsam los zum Hafen. Per Fähre schipperten wir die kurze Strecke nach Naxos. Ich habe mich schon sehr auf die Insel gefreut, da diese ja im Inneren gebirgig ist und die Landschaft somit sehr schön sein soll!

Angekommen, machten wir uns auf in die Altstadt, die etwas erhöht liegt, um wieder den Tips unseres Reiseführers zu folgen. Das Hotel, das wir im Auge hatten, war etwas teurer, aber da wir schon die Erfahrung gemacht haben, dass die Preise auch niedriger als im Führer angegeben sind, versuchten wir es. Leider lag der Preis immer noch leicht über unserem Budget, aber der
Hotelmensch meinte, dass sie noch ein zweites hätten, das für uns passend wäre! Schnell einen
Blick in den Führer, fanden wir auch dieses. Es war nett beschrieben und teuerer! Super, wenn wir also unseren Preis bekommen, ist ja alles klar!

Dort angekommen wurden wir zunächst in ein teureres Zimmer geführt. Wir teilten der Dame unser Budget mit und bekamen ein anderes Zimmer angeboten, welches uns auch zusagte. Also nahmen wir es. Der muffige Geruch wurde zunächst von uns ignoriert. Dann schauten wir auf den Balkon, was eigentlich gar keiner war, sondern einfach ein lang gezogener Gang im Freien.
Etwas weiter weg, waren auch ein Tisch und Stühle, die ja essentiell für das allabendliche Backgammon war. Jedoch war draußen alles schmierig nass, da das Wetter ja nun leider nicht mehr so gut war und vor allem der Wind stark war, setzte sich das salzige Meerwasser auf den "Balkon" ab. Unschön... auch der muffelige Geruch ging einfach nicht weg... nun gut...


Wir machten uns auf, um die Altstadt zu erkunden! Der Liebste war nicht so begeistert, ich fand sie aber eigentlich sehr hübsch, war nicht so
perfekt, sondern teilweise ein wenig runtergekommen, aber mit Charme!


Abends holten wir ein Bierchen und setzten uns erstmal auf den Platz vor unserem Hotel. Das Wetter wurde nicht besser und so war ein wenig Weltuntergangsstimmung in dem abendlichen Licht. Da besprachen wir dann auch nochmals unsere Hotelsituation und dass das Zimmer doch ein wenig ekelig war wegen des Geruchs und auch der fehlende Balkon war etwas Schade... wir waren halt auch gerade von unserem Paros-Hotel verwöhnt... wir beschlossen, morgen einfach auszuchecken. Wir hatten jedoch die Befürchtung, dass das schwierig werden könnte, da wir den günstigen Preis vor allem bekamen, weil wir 3 Nächte bleiben wollten... wir haben uns also einige Ausreden ausgedacht, aber wirklich überzeugt waren wir nicht. Wir wollten halt nicht noch mehr für die eine Nacht in dem unschönen Hotel zahlen... aber gut, der Magen knurrte und es wurde ein Restaurant gesucht!

Wir folgten mal wieder der Empfehlung unseres Führers und fanden eine hübsche Ouzeria! Nach einigem Warten bekamen wir auch innen einen Platz, draußen war es einfach zu kalt mit dem Wind... frohen Mutes studierte ich die Karte, was sollte ich diesmal nehmen? Ich wollte eigentlich nochmal die Kuh nehmen, die auf Paros so köstlich war. Aber ob die auch hier gut ist? Vielleicht sollte ich was ausgefalleneres nehmen... Hmmm... ein Gericht hieß "Chicken bites pane"! Das hörte sich doch witzig an! Ist bestimmt lecker angemachtes Huhn mit so einem Pita-Fladen! Das nahm ich, der Liebste wie immer sein Bifteki. Tja... was dann kam, schockierte mich doch sehr... ich bekam... Chicken McNuggets! Ich fasste es nicht, ich wollte ein feines griechisches Gericht und was bekam ich? Chicken McNuggets! Kentucky fried chicken! Und auch noch mit Pommes! Riesenärger! Die ersten 5 Minuten konnte ich gar nicht anfangen zu essen, weil ich es nicht fasste... so ein Ärger... fluchend bis ich dann in den ersten Nugget, aber es half nichts... eigentlich schmeckte es ja gut, war schön saftig, aber Chicken McNuggets? Das ging echt gar nicht... sehr deprimierendes Abendessen... wie das Bifteki vom Liebsten geschmeckt hat, weiss ich gar nicht mehr, war so im Schockzustand... darauf erstmal einen Ouzo.

Wieder im komischen Hotel, war auch die Backgammon-Partie reichlich ungemütlich auf dem Bett.. hoffentlich klappte das am nächsten Morgen mit der verfrühten Abreise...